Lebensraum Auengebiet

Amphibien kommen in unterschiedlichen Lebensräumen vor, für ihre Fortpflanzung sind sie allerdings alle auf Gewässer angewiesen. Neben den Laichgewässern benötigen sie auch geeignete Landlebensräume, wo sie den Rest des Jahres verbringen. Im Wimmelbild verstecken sich die Amphibien in einem Auengebiet. Hier können die Ansprüche vieler Arten erfüllt werden: In diesem dynamischen Lebensraum gibt es unterschiedliche Gewässertypen und reichlich Strukturelemente. Der angrenzende Auwald ist ein idealer Landlebensraum für viele Amphibien.

 

Auen

Auen sind sehr dynamische und artenreiche Lebensräume. Über 80% aller einheimischen Arten können in Auen vorkommen. In diesem Übergangsbereich zwischen Land und Wasser, in dem sich nasse und trockene Standorte abwechseln, entstehen immer wieder unterschiedliche kleine Lebensräume. Durch die Verbauung von Fliessgewässern ist heute ein Grossteil der natürlich vorkommenden Auengebiete verschwunden.

 

Auenwald / Auwald

Auwälder grenzen direkt an Fliessgewässer, sie werden von Überschwemmungen und Grundwasser geprägt. Je nachdem wie lange die Bäume unter Wasser stehen, bilden sich Weichholz- und Hartholzauen. Auwälder sind wie die gesamten Auen sehr artenreich aber auch nur noch vereinzelt vorhanden. In ihnen finden Amphibien und andere Tiere viele Möglichkeiten zum Überwintern und Verstecken.

 

Amphibien brauchen unterschiedliche Gewässer

Aufgrund der Dynamik in Auen gibt es hier sehr unterschiedliche Gewässertypen. Diese reichen von Altarmen bis zu temporären, sich immer neu bildenden kleinen Tümpeln. Letztere sind für Arten wie die Kreuzkröte wichtig. Sie brauchen flache Gewässer, die sich sich rasch erwärmen und frei von Vegetation sind. Da die flachen Gewässer rasch wieder austrocknen und jedes Jahr neu entstehen, sind sie ausserdem frei von potentiellen Fressfeinden. Altarme sind vom Hauptfluss abgeschnürt aber je nach Wasserstand noch mit diesem verbunden. Im Laufe der Zeit können aus ihnen auch Stillgewässer entstehen oder sie verlanden. Aufgrund des beständigeren Charakters sind sie Vegetationsreicher und beherbergen mehr Tierarten. Für viele Fische sind sie Rückzugsorte und Kinderstube. In Altarmen können verschiedene Amphibien laichen. Während der Laubfrosch sonnenexponierte Flachwasserzonen benötigt, braucht der Kammmolch mindestens 50 cm Wassertiefe. Molche wickeln ihre Eier an Unterwasserpflanzen und benötigen daher Gewässer mit ausreichend Vegetation. Der Bergmolch ist weniger anspruchsvoll und kann unterschiedliche Gewässer nutzen.

 

Zurück zur Übersicht

Back to top button
Login